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April/Mai 2026
- Info: siehe auch Nachtrag am Ende dieser Seite!
Im Bad über der Dusche verrichtet der Maxxfan seit Beginn an seinen Dienst. Nun habe ich ihn getauscht gegen einen Super Fan Lüfter. Warum?

Der Maxxfan (Maxxfan Deluxe) ist eigentlich ein gut duchdachter Lüfter, der aber seit vielen Jahren erfolgreich am Markt ist. Und genau das ist das Problem: mögliche und notwendige Verbesserungen sollten doch eigentlich kontinuierlich geprüft werden und ggf. in die Produktion einfließen. Da tut sich aber leider nichts.
Was mich extrem stört: Der Lüftermotor ist bei mir quasi das ganze Jahr eingeschaltet. Außer bei Frost. D.h. ich lasse ihn eigentlich immer auf 10% laufen, um etwas die Luft im Fahrzeug umzuwälzen. Und da fängt er mit einger gewissen Regelmäßigkeit nach zwei Jahren immer mit Quietschgeräuschen an. Was daran liegt, daß eben ein Bürstenmotor mit daraus resultierendem Kohleabrieb verbaut ist. Also die Prozedur Motor ausbauen, öffnen, reinigen, Kohlen prüfen (die waren aber immer noch groß genug) und wieder einbauen. Zur Vereinfachung habe ich mir vor 2 Jahren einen Ersatzmotor gekauft, so daß ich den Tausch schnell durchführen und mich dann irgendwann in ruhiger Minute mich mit der Reinigung befassen kann. Allerdings kostet der Ersatzmotor aktuell auch ca. 150 Euro! Und man kann den Motor auch nicht einfach gegen einen bürstenlosen tauschen, da die Steuerung auch angepaßt werden muß (wofür es mittlerweile aber auch ein Projekt gibt, goole „Minuet fan controller“).
Das muß doch aber nicht sein, ein Akkuschrauber für knapp über 30 Euro hat einen brushless Motor, das ist für solche Anwendungen heute einfach Standard … oder sollte sein …
Nun ist das ein Punkt, der vielleicht nicht bei allen Anwendern relevant ist. Wenn man sein Wohnmobil nur gelegentlich nutzt und der Lüfter auch nur dann läuft, wird das schon einige Jahre halten. Doch für mich ist es das ausschlaggebende Argument für die Alternative.
Und noch ein paar weitere Punkte, die mich stören, wären damit auch behoben:
- Da ich nach dem Duschen die Badtür schließe und den Lüfter hochdrehe, muß ich zum Umstellen auf meine 10% Leerlaufgeschwindigkeit aufstehen und die Tür öffnen. Die Fernbedienung ist Infrarot und braucht Sichtverbindung. Bei manchen Anwendern stört diese übrigens auch andere Gerät, bei mir aber nicht. Der Super Fan hat Funk.
- Auf der Fernbedienung gibt es keine Taste zum Verringern der Drehzahl auf 0%. Wenn man die Haube ohne Lüfterdrehung offen lassen möchte, wie bei mir im kalten Winter, muß man entweder erst ausschalten (mit Einfahren der Haube) und dann auf das Haube-Öffnen drücken. Man kann den Maxxfan austricksen, da die Fernbedienung immer den Zustand überträgt. Also IR-Diode zuhalten, Ausschalter drücken, dann auf den Maxxfan richten und das Öffnen-Symbol. Was für ein unnötiger Umweg, beim Super Fan kann man das einfach einstellen.
- Der Maxxfan ist etwas empfindlich gegen höhere Spannungen als 12,6V (was im Wohnmobil mittlerweile ja durchaus normal ist), zumindest gab es schon Defekte und mangels offizieller Stellungnahmen oder Spezifikationen weiß man auch nicht, ob das in der aktuellen Serie immer noch vorkommt. Daher sollte ein Spannungsstabilisator verbaut werden. Der Super Fan nimmt 9-16V.
- weitere Vorteile der Super Fan sind die feuchtigkeitsgeschützte Platine, geringere Aufbauhöhe, im Lieferumfang enthaltene Verdunkelung, integriertes Licht, integrierte Dichtung f. Zwangsbelüftung, günstigere Anschaffung und Ersatzteile, Touchtasten und Display am Lüfter selbst, beleuchtets Display an der Fernbedienung und er soll beim Ausblasen etwas effektiver sein wg. asymetrischer Propeller.
Das liest sich jetzt so ein wenig wie die Werbung eines Anbieters, es gibt auch Schattenseiten.
Anfangs hatten die Super Fan einen entscheidenden Nachteil: das Lüftergitter war nur mit Aufwand (zum reinigen) entnehmbar, die Tastentöne waren laut und die Beleuchtung am Gerät (Display und Touch-Tasten) war nicht deaktivierbar.
Diese Nachteile sind nach und nach behoben worden und so habe ich mich für den Kauf der aktuellen Version 4 entschieden.
Vor dem Einbau teste ich erstmal immer alle Geräte, man weiß ja nie.

Das Gerät macht einen guten Eindruck, Lüfter läuft schön leise und auch die Haube ist gefühlt leiser beim Öffnen und Schließen. Doch plötzlich, nach einigen Versuchen, zuckt der Motor nur noch kurz, es piept und im Display erscheint eine Fehlermeldung, die als AES oder RES interpretiert werden kann.

Vom Strom genommen, Netzteil gemessen, trotzdem anderes Netzteil versucht, gleiches Problem. Er öffnet nicht mehr, geht ein paar Zentimeter auf und dann gleich wieder zu mit dieser Fehlermeldung.
Immerhin wurde mir beim Verkäufer schnell geholfen und zügig ein Austauschgerät zugesandt.
Das lief dann auch … für einen Tag im Test, also es lag auf meiner Werkbank und jedes Mal wenn ich in der Nähe war, habe ich mal ein- oder ausgeschaltet. Ich wollte es gerade für den Einbau abklemmen, ein letzter Test … und … was meint Ihr? GLEICHER FEHLER
Wieder mit dem Anbieter telefoniert, ok es wird ein getestetes versandt. Das habe ich dann auch bekommen, angeschlossen, lief … ein paar Mal … dann … GLEICHER FEHLER.
Mit diesem habe ich dann mit Hilfe eines Freundes etwas experimentiert. Wir vermuteten, daß die Elektronik nicht sauber auf den stärkeren Öffnungsmotor (seit Version 3.1) angepaßt wurde. Außerdem ist aufgefallen, daß irgendwann die Funktion wieder vollständig in Ordnung war, aber nicht von Dauer. Also im Schnitt ist jeden Tag einmal der Fehler gekommen und erst Stunden später wieder verschwunden. Das ist vielleicht auch der Grund, warum so etwas bisher noch nicht aufgefallen ist.




Hier sieht man (in live vielleicht besser) auch, daß die Platine zum Feuchtigkeitsschutz lackiert ist, was auch beim Maxxfan sinnvoll wäre und in der Produktion ein minimaler Mehraufwand ist. Auf dem letzten Bild haben wir mit dem Vorwiderstand der Motorsteuerung (erfolglos) experimentiert.
Gut, Tatsache ist, alle Geräte hatten den gleichen Fehler. Wir sind dann so verblieben, daß ich den alten Version 3 nehme, den Innenrahmen mit entnehmbarem Lüftergitter aber austausche. Die Version 3 hat im „Trockentest“ auch nach mehreren Tagen keinerlei Fehler gezeigt und ist nun bereit für den Einbau.
Ein großer Vorteil dieses Lüfters: der am Fahrzeug angebrachte Rahmen paßt 1:1, muß also nicht getauscht werden. Das erleichtert den Einbau: Vier Schrauben lösen und schwupps ist das Außenteil montiert (und ja, das Dach wird demnächst mal wieder saubergemacht).



Innen gehts auch ganz fix, nur ist die Blende vom Neuen etwas kleiner, so daß man die Schraublöcher noch kaschieren muß. Es gibt aber auch extra dafür noch eine Blende, die bei mir aber aufgrund der Vorhangschiene nicht paßt.



Jetzt ist auch viel mehr Licht im Bad. Tagsüber durch die nur leicht getönte Haube, abends durch die Beleuchtung. Schauen wir mal, wie es sich auf Dauer bewährt!
Nachtrag vom September 2026: Nun habe ich doch etwas Erfahrung mit dem Superfan und würde ihn ehrlich gesagt nicht mehr verbauen. Auch wenn er auf dem Papier eine Menge Vorteile hat und einige auch tatsächlich praktisch sind, wie die Funk-Fernbedienung zum Beispiel, das Teil ist qualitativ noch nicht wirklich gleichwertig. Mal abgesehen von der Tatsache, daß die V4 eine sehr hohe Ausfallrate hatten, was man durch Abknipsen von 2 Bauteilen auf der Platine beheben konnte – völliger Pfusch – hier meine zwei Hauptpunkte:
- deutlich schlechtere Leistung als der Maxxfan
Ja, bei einem Anbieter steht auch extra, daß die asymetrische Form der Rotorblätter für besseren Absaugprozess führt. Aber der Luftdurchsatz ist deutlich schwächer als beim Maxxfan. - Motor
Der bürstenlose Motor ist zwar theoretisch besser und verschleißfrei, aber ich denke, daß hier die Lager das Problem sind. Nach wenigen Wochen Dauerbetrieb hört man deutliche Laufgeräusche ab 30%, die vorher nicht da waren. Beim Maxxfan mußte ich alle 2 Jahre den Motor ausbauen, öffnen und reinigen. Alles in allem eine knappe Stunde Arbeit. Ob der Motor hier aufgrund von schlechten Lagern nach 2 Jahren noch geht, werden wir sehen.
Wenn man den SuperFan in wirklich hochwertig bauen könnte, laß ihn dann auch mal 100 Euro mehr kosten … würde sich gut verkaufen.
04.09.2026 neue Schuhe
Nach gut 6 Jahren waren meine BF Goodrich ATs durch.

Nicht vom Profil, aber vom Alter. Eine Veränderung hat man so im Laufe des letzten Jahres deutlich gespürt, was aber auch nicht ungewöhnlich ist. Ich fand die BFG insgesamt eigentlich sehr gut, mit Ausnahme der Wintertauglichkeit, warum die ein 3PMSF-Symbol tragen, ist mir ein Rätsel. Im winterlichen Schweden hatte ich auf verschneiten und vereisten Freifächen verschiedene Versuche gemacht, sie sind richtig richtig schlecht.
Wie auch immer, ich wollte eigentlich bei BF Goodrich bleiben und hatte auf die KO3 gehofft, die nach und nach als Ersatz für die KO2 eingeführt wurden. Nur leider nicht in 265/60R18 mit einem Lastindex von 119. Und noch schlimmer: die KO2 wurden in dieser Größe auch eingestellt. D.h. es gibt keine BF Goodrich ATs mehr in meiner benötigten Variante.
Wenn man nun auf die Suche nach Alternativen geht, bleiben mit 3PMSF eigentlich nur noch die General Grabber AT3 übrig. Eine Grundüberlegung, die Radgröße generell auf 16″ zu wechseln, war auch noch da. Das hätte den Vorteil der besseren Reifenverfügbarkeit auch im Ausland.
In 245/75R16 gibt es eine gute Auswahl und ich hätte dann die schwarze Serien-Stahlfelge genommen. Auf der anderen Seite habe ich ja gute Felgen und auch wenn die Auswahl gering ist, die Grabber sind durchaus auch sehr gute AT-Reifen. Zudem ist meine aktuelle Kombination ohne Tachoangleichung eingetragen, Tacho und GPS stimmen exakt überein. Ob das bei den 16″ auch noch so ist, konnte mir keiner sagen, laut Reifenrechner gibt es 0,2% kleineren Abrollumfang und somit +0,2% mehr beim Tacho.
Die einzige Möglichkeit wäre ausprobieren gewesen, und da war mir dann doch das Risiko zu hoch, da ich eine Tachoangleichung unter allen Umständen vermeiden möchte.
Zum einen möchte ich die Originalbereifung noch fahren können, zum Beispiel mit Spikereifen in Skandinavien.
Zum anderen ist es ein großer Vorteil, wenn Tacho mit tatsächlicher Geschwindigkeit übereinstimmt. Da bei mir die erkannte Geschwindigkeit auch automatisch in den Tempomaten übernommen wird, fahre ich immer so schnell wie erlaubt. Eilt der Tacho vor, nutze ich die möglichen Geschwindigkeiten nicht aus.
Also lange Rede – schnelle Entscheidung: es bleibt bei 18″ und ich habe mich entschieden, auch das Ersatzrad zu tauschen. Das schaut zwar noch gut aus, ich möchte aber einheitliche Reifen auf allen 5 Felgen haben. Zumal die Grabber mit etwa 165 Euro pro Reifen deutlich günstiger sind als die BF Goodrich (waren).
Hier sieht man die Verschleißspuren der BFG gut:



Die Probefahrt hat mich erstaunt: Kaum Geräusche und sehr ruhiges Fahrverhalten. Finde ich sehr positiv. Ich weiß noch, als die BFGs draufkamen, da hat man den Unterschied zur Serienbereifung stark gespürt. Sie waren von Anfang an laut und wurden es im Laufe der letzten 12 Monate nochmal stärker.
Ich habe mir übrigens die Reifendrücke in Bezug zur Achslast von Conti schicken lassen, das entspricht so ziemlich genau auch den Drücken der BF Goodrich.