Ausbau – Teil 10

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02.01.2021

Man sieht nicht so viel, trotzdem war viel Arbeit.

Der Abfluss ist dicht, das Wassersystem auch, aber der Überlauf nicht. Überlege mir grade, den stillzulegen, aber das wird erstmal aufgeschoben.

Die Kochfelder habe ich noch mit speziellem Silikon eingeklebt.

Dann galt es, ein wenig bei der Verkabelung und Elektrik aufzuräumen. Leitungen neu ziehen, bzw. überhaupt erstmal ziehen.

Ich habe nun den Trittstufenschalter angeschlossen, aus Provisorium V0.1 wurde V0.9. Vorher habe ich einfach die Kabelenden an die Stromschiene gehalten. Nun habe ich den Schalter auf guter Höhe befestigt, sowohl von außen als auch von innen noch gut bedienbar. Wenn später mal alles fertig ist, wird das noch optimiert, auch mit automatischem Einzug beim Starten. Aber so gehts jetzt erstmal gut. Den Schalter habe ich 90° gedreht, so ist es logischer.

Auch das Bedienpanel hat ein Upgrade bekommen. Von Version 0.5 zu 0.6. Ich wollte noch drei Schalter mit sichtbarem Schalterzustand. Bei den Druckschaltern sieht man leider nicht, ob sie eingeschaltet sind oder nicht (z.B. für die Wasserpumpe). Auf Status-LEDs habe ich mich entschlossen zu verzichten zweckes „Lichtverschmutzung“.

Es sind jetzt Schalter für Beleuchtung, Kühlschrank (der selbst aber noch nicht angeschlossen ist), Wasserpumpe, Kompressor (für den Lufttank) und Aktivierung der Füllstandsanzeigen mit oder ohne Beleuchtung.

Die Füllstandssensoren wurden in dem Zuge auch verkabelt. Man kann sie auch dauerhaft aktiviert lassen, kostet aber ein paar Milliwatt.

Die Beleuchtung ist nur ein Gimmick, die Anzeigen sind auch ohne sehr gut ablesbar.

06.01.2021

Die Woche war bisher kaum Zeit, etwas voranzukommen. Ich habe jetzt die Polsterbestellung final in die Wege geleitet. Als Bezugsstoff für die Sitzgruppe nehme ich doch den Microfaser in rot. Es soll ein sehr hochwertiger Stoff mit Teflon-Beschichtung als Fleckschutz sein. Und er fühlt sich einfach super an. Auf der Fahrerseite, meiner bevorzugten Sitzseite, werde ich ein sehr bequemes Eckstück bekommen, leider auch nicht ganz unaufwendig in der Herstellung. Auf der Beifahrerseite drei normale Rechteckschäume. Die Sitzpolster sollen im Februar dann fertig sein, die Matratze fürs Bett noch im Januar.

So nun ist aber doch was passiert, was mich nachdenken läßt. Am Sonntag, 3.1., ist meine Truma Dieselheizung plötzlich auf Fehler gengangen. W122H. Laut Foren ist es oft ein Problem, wenn die Heizung mit zu geringem Kabelquerschnitt angebunden ist und beim Glühen dann die Spannung wegbricht, so daß mit der Zeit der Glühstift verkokt. Aber bei einer quasi neuen Heizung? Außerdem habe ich sie ja extra mit 6mm² verkabelt und direkt auf der Hauptverteilerschiene angeschlossen.

Nach einem Reset lief sie kurz wieder an, dann wieder Fehler. Ok, W122H kann auch „kein Kraftstoff“ sein, also mal zur Tanke gefahren. Bei 60 Litern, die ich getankt habe, wären noch 33 Liter im Tank, da hätten die mir den Tankentnehmer aber ziemlich ungünstig montiert.

Nochmal Reset, Fehler. Die Dieselpumpe pumpte schon gar nicht mehr. Blinkcode klll lklk. Reset, Elektrofunktion getestet, die ging einwandfrei, aber bei Diesel gleich wieder Fehler. Habe dann noch Spannungen geprüft, auch am Abgang zur Dieselpumpe – die bekommt gar keinen Strom. Ja, damit war ich mit meinem Latein am Ende, habe am Montag den Truma Support angerufen und gleich für Mittwoch einen Technikertermin bekommen. Mit dem deutlichen Hinweis, daß bei Selbsteinbau auch oft Selbstverschulden im Spiel ist und das dann bezahlt werden müßte.

Am Mittwoch war dann auch der Techniker da, verschiedene Tests, Ausbau, Reparatur in seinem Fahrzeug, Wiedereinbau … 3 Stunden Arbeit, aber sie geht wieder. Der Glühstift war defekt. Bei einer neuen Heizung. Hatte ich einfach nur Pech? Die Aktion hätte regulär 484,05 plus Mehrwertsteuer gekostet, ist aber auf Garantie gegangen.

Den Stift habe ich gesehen, er hatte keine Verkrustungen, laut Techniker aber sah er aus wie einer, der ein Jahr in starkem Betrieb war. Und der Innenwiderstand war zu hoch.

So jetzt im Nachgang ist mir aufgefallen, daß da von Beginn an etwas faul gewesen sein muß. Trotz direkter Anbindung hat bei mir beim Glühen das Licht geflackert und es wurden ca. 20 Ampère gezogen.

Jetzt flackert nichts mehr und beim Glühen sind es ca. 12A.

Auf jeden Fall denke ich jetzt drüber nach, für eine größere Wintertour nochmal eine billige China-Heizung als Backup zu kaufen, gibts für deutlich unter 200 Euro mit eigenem Tank. Die könnte man dann in einer Kiste außerhalb betreiben oder in der Heckgarage und Warmluft von dort über den Ausströmer einleiten.